Nagellack

Butter London

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An diesem Nagellack scheiden sich ernsthaft die Geister!!!

Die angeblich britische Firma mit Sitz in den USA bietet auf edel gemachte Kosmetika an und verspricht dabei vegan, tierversuchsfrei und garantiert „3 free“ zu sein. Und all das hat auch seinen Preis.

Auf den Fläschen prangt das Leaping Bunny, Logo von Cruelty Free International, doch in der Produktliste von CFI sucht man Butter London vergebens. Gemeinhin nennt sich so etwas Etikettenschwindel. Wieder setze ich mal einen Link zu Blanc et Noir.

Und es kommt noch besser: das angebliche „3 Free“-Produkt ist durch den „Ökotest“ gerasselt und gilt als „nicht verkehrstauglich“. Hier verlinke ich mal mit einem Beitrag bei Frauenzimmer.

Alles Lüge?

Nun komme ich erstmal zu meinem persönlichen Produkttest:

Farbton: ich muss es unumwunden einräumen, Chancer, ein dunkles Rot mit Glitzerpartikeln, ist genau meine Farbe. Und das ist auch der einzige Pluspunkt, den Butter London zugeschrieben bekommt. Aber zum Glück gibt es ähnliche Farben von zig anderen Herstellern auch…

Pinsel: als ich den Lack nach Erwerb zum ersten Mal benutzt hatte, musste ich wegen des Pinsels lauthals fluchen. Das Ding ist eine Katastrophe! Der Pinsel ist relativ schmal, fächert aber sehr seltsam auf. Ein normaler Farbauftrag wird mit diesem Pinsel wirklich tricky – und das habe ich bisher so von keinem meiner vielen Lacke erlebt! Ein Korrekturstift sollte wirklich beim Lackieren griffbereit liegen!

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Deckkraft: ich habe bei der zweiten Anwendung des Lacks einen Trick gefunden, ein annehmbares Ergebnis zu erzielen. Sehr vorsichtig und gleichzeitig so schnell es geht eine dünne Schicht auftragen. Diese erste Schicht sieht furchtbar aus. Bei der zweiten Schicht kann etwas großzüger der Lack aufgetragen werden. Nur so habe ich ein wirklich gutes und deckendes Ergebnis erzielen können.

Trocknungszeit: noch nicht einmal eine Minute! Was zunächst klasse klingt, wird schnell zum Fiasko, wenn der Lack nämlich noch während des Lackierens trocknet (siehe Deckkraft).

Haltbarkeit: bei mir maximal zwei Tage! Und das mit einem neuen (und guten) Top Coat und ohne den Haushalt zu rocken.

Mein Fazit: wem würde ich einen Lack empfehlen, der schweineteuer ist, bei dem alle Versprechen in Zweifel gezogen werden müssen und der fast bei allen Punkten kläglich versagt? Zum Glück kenne ich niemanden, den ich so gartig finden würde. Und allen anderen Erdenbürgern rate ich ernsthaft: Finger weg!!!

Bezugsquellen: selbst Douglas hat den Lack inzwischen aus dem Programm genommen… Easycosmetic bietet Chancer an. 11 ml kosten dort 15,95 €.

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